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Crystal
Zu den Sternen fliegen

Der Klapptext

Zehntklässler Niklas bekommt Nachhilfe bei dem Physikstudenten Tobias Menzel. Während einer der Stunden schlittert Menzel in eine Drogenpsychose und bedroht seinen Schüler. Das Physikgenie landet in der Psychiatrie, und Niklas findet in dessen Wohnung ein fettes Lager mit Bargeld und Drogen. Menzel ist ein Dealer!
Daraufhin experimentieren Niklas und seine Freundin Lydia mit Crystal Meth. Die Teenager werden überwältigt von der Euphorie des Rausches. Die Welt färbt sich rosarot und die Teenager genießen die sexuelle Enthemmung.
Doch das Down mit Depression und Entzug ist unvermeidlich. Nach einem Zusammenbruch versucht Niklas, der Droge zu widerstehen. Lydia dagegen nimmt das Crystal in seine Gewalt. Die Empfindungen des Rausches werden für das Mädchen zu einem Maßstab, an dem sich die Realität nicht messen kann.
Verzweifelt kämpft Niklas um Lydia. Doch hat seine Liebe eine Chance gegen die Sucht? Sind wir wirklich Herr unserer Gefühle, wenn eine Droge diese völlig zu verändern vermag?
Mit schonungsloser Offenheit und psychologischer Präzision zeichnet dieser intensive Roman die Geschichte einer Sucht nach.

Die Entstehung der Story & Recherche

Bei meiner täglichen Arbeit erfahre ich von Schicksalen und höre ständig Geschichten. Beim Thema Sucht liegt der Alkoholismus einsam an der ersten Stelle. Es ist oft so verdammt traurig, wie Menschen sich selbst zerstören. Ich hatte aber auch schon Kokain-Abhängige, die mit Anfang 30 einen Herzinfarkt bekommen hatten.

Den Anstoß, über das Thema Sucht zu schreiben, gaben aber letztlich die Serie Breaking Bad, Filme wie Traffic und Romane. Zum anderen half mir mein Sohn mit Geschichten aus der Schule, sodass ich die Gefahren und Verlockungen aus Nahdistanz miterlebt habe.

Was mich betrifft, kenne ich zwar keine stofflichen Süchte, kann mich jedoch sehr gut in Suchtverhalten hineinversetzen und mir gut vorstellen, wie man z.B. spielsüchtig oder süchtig vom Trading an der Börse wird. Da hilft dann nur eins: Stecker ziehen und aufhören, sonst kommt der Pleitegeier oder man landet sogar in der Gosse. Überhaupt, bei jeder Sucht liegt es an einem selbst – Eigeninitiative, Angebote annehmen und der unbedingte Wille, es schaffen zu wollen.

Es war mir ein Anliegen, von den Hintergründen einer Drogensucht zu erzählen, zu Diskussionen anzuregen, vielleicht auch Lösungsansätze aufzuzeigen. Der Roman betrifft natürlich nicht nur Jugendliche.

Neben meinen Patienten und Recherchen in einschlägigen Internet-Foren haben mir auch die Visiten in einer psychiatrischen Klinik in Berlin und in einer Fach-Rehaklinik geholfen. Für viele Patienten dort war es 5 vor 12. Für manche wurde der Tisch reich gedeckt - und dann sind sie aufgestanden und gegangen. Das hat mich sehr betroffen gemacht. Manche Alkoholiker kamen auf über 200 stationäre Aufenthalte. Da ging es nicht mehr um das große Abstinenzziel, sondern um Unterbrechungen der Trinkphase, soziale Hilfestellungen und teilweise auch um Sterbebegleitung. 

Viele Patienten lernten aber, mit ihrer Erkrankung klarzukommen und konnten wieder integriert werden. Das stimmte mich dann optimistisch.

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Coverfoto

Handgeschriebener Klapptext von Friedrich:

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